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dem "Tudljud sei Eck" ist? Einige schon, die alten Alten. Die jüngeren Alten, so wie ich, aber bestimmt nicht, es sei denn sie haben die Informationen vom "Tudljud" von den Muttis, Tatas, Omas, Otas , Nachbarn usw. Was ich jetzt da überm "Tudljud" schreibe hat auch mir mei Tata, te Vetter Tonschi, verzählt". Dem Tudljud sein richtiger Name war eigentlich Hans. |
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Wir Triebswetterer gingen bei uns im Dorf "bam Jud inkaafe", weil damals der Beruf des Kaufmannes hauptsächlich von Mitbürgern mit jüdischem Glauben ausgeübt wurde und der Vetter Hans und auch sein Vater diesen Beruf hatten. Höchstwahrscheinlich ist das der Grund, warum sie sich diesen Spitznamen selbst gegeben haben. Und Tudl? Ganz einfach, der Vetter Hans ließ auf seinem Dach eine Tute "Tudl" anbringen , (dies war ein Rohr, welches in der Mitte etwas zusammengedrückt war) die Töne erzeugte, wenn der Wind blies. Es hieß: -"De Tudljud hat a Musich uf`´m Dach!" Daher der Spottname, Tudljud". Im Laufe der Zeit wurde aus dem "Tudljud" auch "Tuljut" weil das einfacher auszusprechen war. Johann Wolf lebte
zwischen 1868-1946. Er war verheiratet, seine Ehefrau starb jedoch sehr
früh. Die Ehe blieb kinderlos. Mit seiner Schwester (auf den Foto)
führte er dann das Wirtshaus, und seinen Kaufladen "Gschäft"
weiter. |
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| "Jetz mecht dir doch wisse was de Tudljud so angstellt hat, nit wohr?" Also: Einen Affen hielt er als Haustier und als dieser verendete wollte er ihn sogar auf dem triebswetterer Friedhof beerdigen, erhielt jedoch keine Genehmigung dafür. Immerhin ließ er für diesen Affen, die Musikkapelle, Trauerlieder spielen, so wie es eben im Dorf, an Begräbnissen üblich war. Der Affe bekam dann seine letzte Ruhestätte auf Tudljud`s Feld zwischen Groß St. Nikolaus und Triebswetter. Einen Watschmann hatte er neben der Tür seines Wirtshauses, lebensgroß, aus Gummi und auf einer Metallfeder stehend. Ein Geldstück musste man da reinstecken und dem eine runterhauen. Hat man fest genug zugeschlagen, heulte dieser Gummimann "vor Schmerz" sozusagen auf und neigte sich zur Seite. Das Geld bekam man dann zurück. War die "Watsch" nicht stark genug, blies dieser, einem schwarzen Ruß im Gesicht und das Geld war auch weg. In den 40-iger Jahren gab es eine Zeit, mit viel Wasser in den Kellern. Der Tudljud rief einige Kinder zusammen und bot ihnen an, sie mit der "Schlachtmulter" herum zu schiffen. Ein verlockendes Angebot. Also rein in die Multer und los! Der Tudljud drehte so ein paar Runden mit ihnen, gerudert wurde mit einem Stock und als es am schönsten war, stürzte er die Schlachtmulter um und alle fielen ins.Wasser. Er natürlich auch. Während er aus vollem Halse gelacht und sich mächtig amüsiert hat, gingen die Kinder patschnaß und auch verschreckt nachhause, wo sie obendrein noch eine Tracht Prügel kassierten. Ein anderes "Glanzstück" war ein leichter Wagen, den er sich extra nach seinen Vorstellungen bauen ließ und mit einer Plane überspannte. Bei starkem Westwind wurde die Plane vom Wind aufgebläht und der Wagen so vorangetrieben. So fuhr er auf "die Kissdamm", aber nie allein. Er konnte immer wieder andere überzeugen, ihn zu begleiten. Er saß vorn auf dem Wagen, die Deichsel wischen den Beinen und steuerte mit seinen Füßen. Meistens endete die Fahrt mit überschlagenem Gefährt im Graben, denn er konnte ja nur in einer Richtung fahren und nicht wenden. Dies machte ihm gar nichts aus, denn der Spaß, den er dabei hatte wog alles andere auf. Eines Tages ließ er im Dorf austrommeln dass er Schnee zu einem guten Preis aufkaufe. Alle die verkaufen möchten, können sich bei ihm im Wirtshaus aufschreiben lassen. Fast alle sind zum Tudljud gerannt. Sein Wirtshaus war voll und er hat dabei gut verdient. Zu denen die sich auf die Liste setzen ließen, sagte er, das Geschäft gilt aber nur, wenn der Schnee zwischen 15.Juni-15. Juli geliefert wird. Eines Tages kam der
Roth Dokter daher geradelt. Der Tudljud hielt ihn an und sagte: -"Herr
Dokter ich mecht eich mol was frooe?" Als in Triebswetter
die Hauptstrasse gepflastert wurde, ließ der Tudljud vor seinem
Haus "a Pluchskett" einmauern. "A gudes Stick vun dere
Kett" lag somit sichtbar da. Der erste der die Kette aufheben wollte,
war der Kitone. Er fuhr im Trab vorbei, als er die Pflugkette sah, hielt
er mit kurzem Ruck so dass die Widerhalter rissen. Bei dem Versuch die
Kette mitzunehmen scheiterte er jedoch, trotz der Hilfe seines Knechtes.
Nun schaute er sich nach Rechts und Links um, ob ihn denn jemand gesehen
hat
und was sah er? Der Tudljud hinter seinem Fenster, der sich vor
Lachen kaum noch halten konnte. Der Kitone, rasend vor Wut, beschimpfte
den Wirt und sagte ihm er müsse die zerrissenen Widerhalter bezahlen.
Dieser wiederum rief: -"Leije losse, was nit dir gheert ! -"Bam Tuljut am Eck?" Jetzt wees ich wu des is un for was des so heescht! Un ihr doch aach, nit?! Marliese Wolf |
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